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Claudia und Pascal auf den kleinen Antillen
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Geschrieben von: Claudia Hürlimann   
Freitag, 30. April 2010 um 13:26

Zürich – Guadeloupe – Antigua – Guadeloupe – Zürich… und das alles in 16 Tagen. Auf dieser Route haben wir die beiden wunderschönen Inseln kennengelernt und gleichzeitig zwei Länder und zwei Kulturen gesehen. In Pointe-à-Pitre ging unsere Reise los. Mit dem Mietauto wurden wir von Heidi und Bruno am Flughafen abgeholt. Mit dem Auto konnten wir in den ersten beiden Tagen das Landesinnere der Insel erkunden. Schon die Autofahrt war sehr interessant. Man sieht eine reiche Pflanzenwelt; da blühen die Feuerbüsche, dort reifen die Mangos… Die Farbenpracht der Pflanzenwelt wird jedoch noch übertroffen durch die bunten Häuser. Jede Hütte ist wieder in einer anderen satten Farbe gestrichen. Die schöne Fahrt führte uns zu einem Regenwald, wo wir während drei Stunden zwischen Riesenpalmen mit Riesenblättern und Riesenwurzeln und Riesenameisen wanderten. Dann ging es nach einem erfrischenden Bad im Regenwald-Fluss wieder zum Hafen.

Unsere ersten Segelturns führten uns der Küste entlang nach Norden. Wir besuchten das kleine Örtchen Deshaies und machten Halt auf den Îles des Saintes. Nun begann für uns der richtige Segleralltag: Ein Sprung ins Nass noch vor dem Zmorgen, rassige Fahrten mit dem Dingi und der obligatorische „Sundowner“ (Drink zum Sonnenuntergang). Die kleinen Hafenstädtchen, die wir besucht haben, waren sehr idyllisch und wieder geprägt von einer reichen Farbenpracht. Zum Schnorcheln machten wir halt bei der Insel Jacques Cousteau. Dort konnten wir die wunderschöne Unterwasserwelt entdecken. Wir sahen Calamares, Papageienfische, Trompetenfische, Barrakudas etc. Und als absolutes Highlight begegneten wir zu unserer Freude einer Wasserschildkröte.

Nach einer Woche auf Guadeloupe entschieden wir, die lange Fahrt nach Antigua in Angriff zu nehmen (wir hatten uns als einigermassen segelfest erwiesen). So segelten wir in der Nacht von Guadeloupe nach Britisch Antigua. In Jolly Harbour kamen wir morgens etwa um 8 Uhr an. Hier präsentierte sich uns die Karibik von einer etwas anderen Seite. Die Häuser waren weniger farbig, alles war sehr britisch. Sogar eine rote Telefonzelle fehlte nicht. Ein grosser Unterschied war leider auch die Esskultur. So konnten wir nun zum Zmorgen nicht mehr die knusprigen Baguettes geniessen, sondern mussten mit weichem Brot aus dem Plastiksack Vorlieb nehmen. Am Sonntagabend, nachdem leider bereits eine Woche unserer Ferien verstrichen war, wurden wir von Heidi und Bruno zu einem Steel-Band Konzert auf den „Shirley Heights“ eingeladen. Wir verbrachten einen wunderschönen Abend mit feinstem Barbecue und Reggae-Musik und durften eine wunderschöne Aussicht auf English Harbour geniessen.

Nach einem kurzen Abstecher in die einsame Bucht Indian Creek nahmen wir die Rückreise in Angriff. Diesmal segelten wir bei Tag mit sehr hohem Wellengang und mit einer Durchschnitts-Geschwindigkeit von etwa 7 Knoten. Dank Heidis Wundertropfen haben wir auch diese Fahrt gut überstanden und konnten nun noch die letzten Tage vor unserer Rückreise geniessen. Am letzten Abend stärkten wir uns noch mit feinster kreolischer Küche. Und dann am nächsten Tag war es leider schon soweit. Nach einer letzten Partie Canasta (und einem letzten grandiosen Sieg der Frauen) gings ab zum Flughafen.

Wir haben zwei wundervolle Wochen verbracht, die wir nie vergessen werden und wir sind Heidi und Bruno unendlich dankbar für die liebe Gastfreundschaft.